Ruanda-Morde: Mann in Hessen gefasst
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat in
Hessen einen Mann wegen mutmaßlichen
Völkermordes sowie 25-fachen Mordes in
Ruanda festnehmen lassen. Der Deutsch-
Ruander soll 1994 als Assistent des
Bürgermeisters der Kommune Kayove im
Nordwesten des Landes die Ermordung von
insgesamt 25 Tutsi angeordnet haben, so
der Vorwurf der Karlsruher Behörde.
Er habe auch seine Autorität genutzt,
um zur Vernichtung von Tutsi in seiner
Gemeinde anzustacheln, und Todeslisten
anlegen lassen, heißt es. 1994 hatten
Hutu-Milizen nach von der Regierung
gesteuerten Hasskampagnen über 800.000
Tutsi und gemäßigte Hutu getötet.